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Cashews: Was macht sie so gesund?

Cashews: Was macht sie so gesund?


7 Minuten Lesedauer

Hättest du gewusst, dass Cashews gar keine richtigen Nüsse sind? Außerdem sind sie reich an guten Fetten, Mineralstoffen und eine in ihnen enthaltene Aminosäure soll sogar Depressionen vorbeugen, weil sie bei der Herstellung des Glücks-Botenstoffens Serotonin helfen. 

Wieso sie keine richtigen Nüsse sind? Wieviele gute Fette sie enthalten und um welche Aminosäure es sich handelt, erfährst du hier. Außerdem erklären wir, wieso Cashews oft teurer als andere Nüsse sind. 

Cashews: Wieso sind sie keine Nüsse?

Cashews zählen, botanisch gesehen, gar nicht zu den Nüssen, sondern sind Steinfrüchte (wie Mandeln). Was wir gemeinhin als Cashew bezeichnen, sind tatsächlich die Kerne der eigentlichen Frucht. Diese Cashewfrucht befindet sich am Cashewapfel: Er ist fleischig verdickt, ungefähr 10-15cm lang und wird aufgrund seiner leichten Verderblichkeit direkt nach der Ernte weiter verarbeitet. Aus ihm kann Marmelade, Kaschu-Saft oder sogar Schnaps hergestellt werden. 

Die Cashewfrucht (auch Cashewnuss genannt) braucht mehr Zeit zum Reifen als der Cashewapfel. Deshalb wird in der Regel gewartet, bis die Früchte vom Baum abfallen, um sicherzugehen, dass die Cashewnüsse gereift sind. Da die Früchte jedoch schnell faul werden, wenn sie einmal auf dem Boden liegen, ernten manche Bauern früher - darunter leidet jedoch die Qualität der Cashews. 

Cashewkerne mit Cashewfrucht

Bei den Cashewkernen, die wir aus unseren Supermärkten kennen, ist die harte Schale bereits entfernt worden. Zum Glück, denn das in ihr enthaltene Öl ist giftig.

Dabei handelt es sich um ein aufwendiges Prozedere: Zunächst müssen die Nüsse trocknen. Früher wurden sie dafür einige Tage in die Sonne gelegt, mittlerweile werden sie mittels eines mechanischen Verfahrens schneller getrocknet. Um schließlich die Schale zu entfernen, werden die Nüsse entweder in Wasserdampf destilliert oder in Röstkesseln hohen Temperaturen ausgesetzt. Bei letzterem Verfahren leidet allerdings die Qualität - und oft leider auch die Arbeiter:innen, da sie, wenn die Arbeitsbedingungen schlecht sind, den giftigen Rauch einatmen und nicht selten mit Schleimhautentzündungen zu kämpfen haben. 

Cashewkerne haben ihren Ursprung in Südamerika. Heutzutage werden sie aber in nahezu allen tropischen Gebieten angebaut. Cashews wachsen dort, wo es ganzjährig warm ist und hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Weitere Anbauländer sind beispielsweise Indien, Tansania oder auch Vietnam.

Du siehst: Bis wir die Cashews, die uns angeboten werden, essen können, müssen einige Schritte unternommen werden. Die schwierige Ernte, die zeitlich abgepasst sein muss, das zeitintensive Entfernen der Schalen und die Tatsache, dass pro Cashewapfel nur ein Kern gebildet wird, sind Gründe dafür, dass Cashews teurer sind als z.B. Erdnüsse

Cashews

Wie gesund sind Cashews?

Cashews schmecken nicht nur angenehm mild und begeistern mit ihrer fein-buttrigen Konsistenz - gesund sind sie auch noch. Im Vergleich zu anderen Nüssen, die 60% Fett beinhalten, sind sie fettärmer. Dennoch punkten sie mit knapp 40% guten Fetten - also ungesättigten Fettsäuren. Das kann sich vorteilhaft auf unser Herz-Kreislauf-System auswirken. Was der Unterschied zwischen "gutem" und "schlechtem" Fett ist und was ungesätttigte Fettsäuren noch für Vorteile haben, kannst du übrigens hier nachlesen. 

Zudem sind Cashews eine sehr beliebte Proteinquelle. Knapp 20g Eiweiß pro 100g machen sie zu einem wunderbaren Snack für Sportler:innen. Eine Handvoll Cashews pro Tag steht beispielsweise bei Veganer:innen oft auf dem Speiseplan, da so der Eiweißbedarf schnell und easy gedeckt werden kann. 

Auch als Mineralstoff-Lieferanten können Cashewkerne sich sehen lassen. Sie sind vor allem reich an Phosphor und Magnesium. Diese beiden Stoffe sind wichtig für unser Nervensystem, die Muskelfunktion und das Wachstum von Zähnen und Knochen. Genauso vorteilhaft: Der Eisengehalt der Cashews. Sie enthalten 3mg Eisen pro 100g, unterstützen damit die Blutbildung und helfen, Blutarmut vorzubeugen. 

Ein weiterer Pluspunkt von Cashews ist die Aminosäure L-Tryptophan: Sie wirkt sich erwiesenermaßen positiv auf unsere Stimmung aus, da sie eine Vorstufe des Glückshormons Serotonin ist. Serotonin ist ein Botenstoff im Körper, der verschiedene Prozesse beeinflusst und Informationen im Nervensystem weitergibt. 

Rezepte mit Cashews

Cashews als Topping gehen immer. Du kannst sie beispielsweise jeden Morgen über dein Porridge, die Smoothiebowl oder das Müsli geben - und startest automatisch mit einer ordentlichen Portion Eiweiß und gutem Fett in den Tag. Generell eignen sich Cashews zudem super als Snack. Du hast ein Nachmittagstief und/oder einen kleinen Hunger? Dann greif gerne zu den Cashews. 

Auch in veganen Küchen sind Cashews nicht mehr wegzudenken. Zum Einen werden sie als Snack genutzt - zum Anderen lassen sich auch unzählige vegane Käse-, Milch- und Sahne-Alternativen mit den kleinen Kernen zaubern. Für selbstgemachte Cashewmilch legst du die Cashews mindestens eine Stunde lang in warmes Wasser und gibst sie anschließend in einen Mixer. Püriere sie und gib - je nach gewünschter Konsistenz - mehr oder weniger Wasser hinzu. 

Sogar deinen eigenen veganen Käse kannst du mithilfe von Cashews herstellen. Dafür musst du sie ebenfalls erst einige Zeit lang einweichen lassen, anschließend mit 1 TL Olivenöl, 2 TL Zitronensaft, 150 ml Wasser, 3 TL Hefeflocken sowie eine halbe Tüte Agar Agar in einem Mixer zu einer cremigen Masse verarbeiten. Das Ganze packst du schließlich auf den Herd und lässt es bei mindestens mittlerer Hitze einige Minuten köcheln (um den Agar Agar zu aktivieren). Fülle den Käse in eine Form, stelle sie in den Kühlschrank und voilà - fertig ist dein selbstgemachter, veganer Cashew-Käse! 

Ein weiteres Lieblings-Rezept: Cashew-Aioli. Vegane Aioli selbst machen war nie einfacher. Unsere vegane Aioli kommt hingegen komplett ohne aus. Herkömmliche Aioli enthält knapp 3/4 reines Öl (!). Du benötigst nur c. 150g eingeweichte Cashews, 80ml Wasser, 5 Knoblauchzehen, Salz, 1 EL Apfelessig sowie etwas Zitronensaft. Mixe alle Zutaten in einem Hochleistungsmixer, bis du die gewünschte Aioli-Konsistenz erreicht hast. 

Oder du versuchst dich mal an unserem veganen Cashew-Cheesecake: Unser Cashewmus Raspberry Rumble harmoniert hier perfekt mit frischen Himbeeren, zartem Butterkeks-Boden und Kokosmilch. Zum Rezept geht's hier

Raspberry Rumble Cheesecake

Fazit

Cashews punkten auf ganzer Linie. Sie schmecken gut, sind der ideale Snack und begeistern mit vielen Proteinen, Mineralstoffen und guten Fetten. Vor allem in veganen Rezepten stellen sie ihre Vielfältigkeit unter Beweis. Achte aber darauf, vor allem Cashews mit Bio-Qualität und Fairtrade-Siegel zu besorgen, da du dadurch sicherstellst, dass sie frei von Pestiziden sind und die Arbeiter:innen gut behandelt werden. 

Und, ganz wichtig: Probier gerne mal mit unseren beiden neuen Cashewmus-Sorten aus! Sie begeistern auf voller Linie mit der geballten Ladung Nährwerten. Neugierig geworden? Hier gehts zum Bundle...

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