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Wo wachsen Mandeln?

Wo wachsen Mandeln?


5 Minuten Lesedauer

Ja, auch wir haben es schon getan: ein Foto von blühenden Mandelbäumen gemacht. Die sind aber auch einfach zu schön! Und nichts schreit so sehr "Frühling" wie ein rosa blühender Mandelbaum.

Außerdem: Als wäre das schöne Aussehen nicht schon genug, versorgt er uns auch noch mit gesundem Steinobst - Grund genug, sich mal genauer mit dem Anbau von Mandeln zu beschäftigen, oder?

Die Mandel - keine Nuss!

Wir geben zu: Als wir dass erste Mal gehört haben, dass Mandeln gar nicht zur Gattung der Nüsse gezählt werden, waren wir auch ein bisschen überrascht. Die Nährwerte von Mandeln und Nüssen sind sich nämlich ziemlich ähnlich - da kann es schonmal vorkommen, dass man die beiden in einen Topf schmeißt.

Mandeln zählen aber zum Steinobst. Sie wachsen an Mandelbäumen, dessen Blüten von Bienen bestäubt werden. Daraufhin kann sich die Frucht und der in ihr enthaltene Mandelkern (den wir gemeinhin als "Mandel" bezeichnen) entwickeln. 

Mandel

Wo wachsen Mandelbäume?

Die meisten Mandeln kommen aus Kalifornien: 80% des gesamten Mandelmarktes werden von den kalifornischen Mandeln beherrscht. Die Mandeln, die du im Supermarkt findest, stammen also zum Großteil aus den USA. Das hat jedoch (negative) Folgen für die Umwelt: Der Sunshine State California ist nämlich nicht gerade für seinen Reichtum an Wasser bekannt. Die Dürre, die von 2011 bis 2017 herrschte, rückte ein davor schon präsentes Problem in den Fokus: Wassermangel. 

Um die Unmengen an Mandelbäumen ausreichend bewässern zu können, wird auf Grundwasser zurückgegriffen. Dabei handelt es sich aber auch nicht um eine Lösung auf Dauer, da auf diese Weise viele Brunnen von Privatpersonen austrocknen und sich die Wassermenge auf dem Weg, die es zu den Mandelbäumen zurücklegen muss, schon verringert. 

Mandeln sind nicht nur auf kalifornische Sonne angewiesen - auch die spanische, italienische oder palästinische Sonne hilft den Mandelbäumen beim Wachsen. Generell sind sie, was Pflege angeht, ziemlich anspruchsvoll und benötigen viel Aufmerksamkeit. Ein Grund dafür ist, dass sie spätfrostgefährdet sind: sinken die Temperaturen unter -1 Grad Celsius, können die Früchte absterben.

Mandelbaum in Blüte

Mandelbaum in Blüte

So gut wie sie schmecken, so schön sehen Mandeln während ihrer Blütezeit aus. In Kalifornien und Südeuropa beginnen die Mandelbäume schon Ende Februar zu blühen, während wir uns in Deutschland bis März oder April gedulden müssen.  Nach der Blütezeit, die meistens (leider) nur knapp eine Woche andauert, entwickeln sich Laubblätter. 

Um den Mandelbaum in Blüte zu genießen, eignen die Pfälzer Mandelwochen perfekt: Auf fast 80 Kilometern reihen sich unzählige Mandelbäume aneinander - hallo, Frühling! Auch die größte Mandelbaum-Plantage in Central Valley, Kalifornien, begeistert mit rosa Blüten auf 283.000 Hektar. 

Ein halbes Jahr nachdem die Mandelbäume zu blühen angefangen haben, sind die Früchte erntereif: Je nach Standort also zwischen Juli und Oktober. In der Zeit sind die Steinfrüchte, die den Mandelkern beinhalten, entstanden: flaumig behaart, gelblich und oval.

Mandelbaum pflanzen

Kein Wunder, dass die Google-Anfragen nach "Wie pflanze ich einen Mandelbaum?" rapide ansteigen: Mandelbäumchen sind eine Augenweide und versorgen uns on top mit leckeren, gesunden Steinfrüchten.
Und wieso nicht einfach mal an einem Mandelbaum versuchen? 

Mandelbaum in Blüte

Natürlich gibt es jedoch einige Dinge, die beachtet werden müssen. Ein Mandelbäumchen aufzuziehen ist nicht ganz so einfach: 

So ist wichtig, zuerst den richtigen Zeitpunkt abzupassen: Mandelbäume sollten entweder im Spätsommer oder im Frühling (erst, wenn der Boden frostfrei ist!) angepflanzt werden, da zu diesen Jahreszeiten die Wahrscheinlichkeit für lange Trocken- und Hitzeperioden am geringsten ist. 

Außerdem spielt der Standort eine wichtige Rolle. Geschützt sollte der Mandelbaum sein sowie genug Sonne abbekommen. Die Bodenbeschaffenheit für ideales Wachstum ist warm, gut durchlässig und kalkhaltig. Trockene Böden sind ein No-Go. 

Um einen "richtigen" Mandelbaum zu ziehen, wird ein Kern benötigt, der in einem Gefäß mit Erde ca. 2cm tief in die Erde gepackt wird. Gerade bei Jungpflanzen ist regelmäßiges Bewässern wichtig.

Es kann jedoch, bei aller Liebe und Sorgsamkeit, vorkommen, dass das Projekt "eigener Mandelbaum" misslingt, was dann nicht zuletzt daran liegt, dass es sich bei Mandelbäumen um ziemlich anspruchsvolle Pflanzen handelt. 

Machst du jedoch alles richtig und hast das nötige Quäntchen Glück, kannst du dich an deinem eigenen, schön blühenden Mandelbaum erfreuen! 

Du möchtest deinen grünen Daumen nicht herausfordern? Auch kein Problem - du kannst ja auch durch unser Mandelmus Smooth in den Genuss von Mandeln kommen :-)

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