Jessica Steffens - 10. Dez 2020

Nüsse fettfrei rösten: köstliche Röstarmonen dank starker Hitze!

Get roasted! Die Hohe Kunst des Nüsse röstens ist einfach und dennoch ausschlaggebend für Geschmack, Konsistenz und Farbe von Nüssen und Co.

Jede Nuss kann auf verschiedenste Art und Weise geröstet werden und das ganz ohne die Zugabe ungesunder Fette oder Öle. Aber welche Zubereitungsart fällt eigentlich unter „Rösten“ und wie kann man sich das leckere Röstaroma zuhause selbst kreieren?

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist rösten?
  • Warum röstet man Nüsse?
  • Nüsse zuhause selber rösten
  • Nüsse rösten in verschiedenen Geschmacksrichtungen

Was ist Rösten?

„Rösten“ zählt zu den 15 Grundzubereitungsarten und ist ein Synonym für Braten, Grillen oder Sautieren. Unter „Rösten“ oder früher „auf dem Rost braten“ versteht man konkret das Erhitzen von pflanzlichen Lebensmitteln ohne die Zugabe von Flüssigkeit.
Die Zubereitung kann sowohl in der Pfanne, als auch im Ofen oder über der offenen Flamme erfolgen.

Das englische Wort „Roasting“ beschreibt zwar die selbe Zubereitungsmethode, bezieht sich allerdings auch auf das Grillen von Fleisch, welches entsprechend zubereitet auch „roast“ genannt wird.
Im Deutschsprachigen Raum wird die Röstmethode lediglich an pflanzlichen Lebensmitteln wie Kerne, Kaffe- und Kakaobohnen, Getreide, Malz, Kichererbsen und natürlich Nüssen angewendet.

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Unter "Rösten" versteht man im deutschsprachigen Raum das Erhitzen pflanzlicher Lebensmittel, wie Nüsse und Kerne, Kaffee- und Kakaobohnen.

Warum röstet man Nüsse?

Der Röstgrad von Nüssen kann Einfluss auf Geschmack, Haltbarkeit und Aussehen haben.
Bei der starken Erhitzung auf bis zu 300 Grad Celsius bilden sich kräftig schmeckende Aromen und Bitterstoffe. Diese verleihen den Nüssen das typisch nussige Aroma und regen gleichzeitig den Appetit an.

Erdnüsse zum Beispiel schmecken roh eher wie Bohnen und erhalten erst nach dem Rösten ihren typischen Geschmack. Das kommt wahrscheinlich daher, dass Erdnüsse zu der Familie der Hülsenfrüchte zählen, wie auch Erbsen und Bohnen.

Durch den Feuchtigkeitsentzug wird zudem die Haltbarkeit der gerösteten Lebensmittel verlängert. Dadurch können diese besser gelagert und weiterverarbeitet werden. Auch die Farbe und Struktur der Nüsse verändert sich durch den Röstungsprozess.

Neben den geschmacklichen und lagerbedingten Vorzügen des Röstens, bringt diese auch gesundheitliche Vorteile mit sich. Unser Körper kann das in den Nüssen enthaltenen Magnesium und Calcium gerösteter Nüsse nämlich besser aufnehmen als von rohen Nüssen. Generell sind die enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine von Nüssen sehr gesund und können sogar Krankheiten vorbeugen.

Mehr über die gesundheitlichen Vorteile von Nüssen und über deren Inhaltsstoffe erfahrt ihr hier.

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Der Röstgrad hat Einfluss auf Geschmack, Haltbarkeit und Farbe. Außerdem kann der Körper das enthaltene Magnesium und Calcium von gerösteten Nüssen besser aufnehmen als von rohen Nüssen.

Nüsse zuhause selber rösten

Jegliche Art von Nüssen kann zuhause ganz leicht selbst geröstet werden.
Das funktioniert entweder auf einem Backblech im Ofen oder ohne die Zugabe von Öl in einer gutbeschichteten Pfanne.

Für die einfachste Variante müssen die Nüsse einfach nur auf einem, mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilt werden und für 10-12 Minuten bei 170 Grad im vorgeheizten Ofen gebacken werden. Perfekt zum Snacken oder als Topping auf den Salat!

Wichtig ist dabei nur die Nüsse nicht zu lange zu rösten, da diese ansonsten nicht nur verbrannt, sondern sehr bitter schmecken.

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Get roasted! Nüsse zuhause selber rösten geht ganz leicht im Backofen oder in der Pfanne. Aber Achtung: rösten die Nüsse zu lange, verbrennen sie und schmecken bitter.

Nüsse rösten in verschiedenen Geschmacksrichtungen

Die selbst gerösteten Nüsse können auch geschmacklich variiert werden mit entsprechenden Gewürzen vor und nach dem Rösten. So eignen sich die kleinen Leckerbissen perfekt als Fernsehsnack oder als Knabberei auf Partys.

Bei der Wahl von Gewürzen und Zubereitung kann ganz nach dem eigenen Geschmack entschieden werden. Ein leckeres Beispiel sind gesalzene Honig-Nüsse:
Vor dem Rösten werden die Nüsse einfach in einem Gemisch aus Öl mit erwärmten Honig, Zucker und Salz gewendet. Durch diesen süßen Überzug werden die Nüsse beim Rösten im Backofen karamellisiert.

Das Öl-Honig Gemisch kann ganz leicht mit beliebigen Gewürzen abgewandelt werden. Für einen pikanten Snack eignen sich zum Beispiel Chili oder Paprika-Gewürz hervorragend. Auch Ras el Hanout oder Kumin sind eine gute Wahl.

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Mit Gewürzen wie Paprika, Chili oder Kumin können die selbst gerösteten Nüsse in tolle Geschmacksrichtungen abgewandelt werden. Für einen leckeren karamellisierten Überzug sollten die Nüsse vor dem Rösten in einer Öl-Honig-Mischung baden.

Article credit : Jessica Steffens